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NEU: jetzt AlpenKalk® Garagen - Farbe
NEU: AlpenKalk® Garagen - Farbe
Wand mit abblätternder Dispersionsfarbe als Untergrund für AlpenKalk Kalkfarbe INNEN – Anleitung: Altputz abkratzen, Untergrund anrauen, staubfrei machen, vorfeuchten

Von Dispersionsfarbe auf Kalk umsteigen: So bereitest du den Untergrund richtig vor

 

Kalkfarbe direkt auf alte Dispersion – das geht meistens schief. Wer einmal weiß, wie der Untergrund vorbereitet wird, macht es beim zweiten Mal richtig.

Der häufigste Fehler: einfach drüberstreichen

Du hast dich entschieden. Kalkfarbe statt Dispersionsfarbe. Gesünderes Raumklima, atmungsaktive Wände, kein Chemiecocktail mehr an deinen Zimmerwänden. Gute Entscheidung.

Und dann passiert es. Du öffnest den Kanister, greifst zum Pinsel und streichst einfach drüber. Auf die alte Dispersionsfarbe. Direkt. Das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten: Die Kalkfarbe haftet nicht sauber. Flecken entstehen. An manchen Stellen blättert sie schon nach wenigen Wochen ab.

Die Antwort lautet: Nein. Kalkfarbe ist nicht schwierig. Aber sie reagiert auf Untergründe anders als eine Dispersion. Sie braucht einen Untergrund, der atmet. Dispersionsfarbe bildet einen Kunststofffilm auf der Wand. Dieser Film lässt nichts durch. Kalkfarbe versucht zu haften – und findet keinen Halt.

Wand mit abblätternder Dispersionsfarbe als Untergrund für AlpenKalk Kalkfarbe INNEN – Anleitung: Altputz abkratzen, Untergrund anrauen, staubfrei machen, vorfeuchten

Schritt 1: Erkenne, ob deine Wand mit Dispersion gestrichen ist

Bevor du irgendetwas tust, weißt du, womit du es zu tun hast. Das kostet dich fünf Minuten.

Der Wassertest ist die schnellste Methode. Befeuchte einen Schwamm und drücke ihn kurz an die Wand. Zieht das Wasser sofort ein? Dann atmet die Wand noch. Perlt das Wasser ab oder bleibt ein feuchter Fleck, ohne einzuziehen? Dann liegt Dispersionsfarbe drauf.

Der Kratztest bestätigt den Verdacht. Kratze mit dem Fingernagel an einer unaufflligen Stelle über die Oberfläche. Löst sich ein hauchdünner, flexibler Film? Das ist Kunststoff. Rieselt weißes Pulver ab? Das deutet auf Kalkfarbe oder Kreidefarbe hin.

Das Auge sagt noch mehr. Alte Dispersionsfarbe sieht oft leicht glänzend aus, selbst wenn sie als matt deklariert war. Kalkwände hingegen sehen matter und lebendiger aus.

Schritt 2: Entscheide, wie weit du gehen musst

Nicht jede Dispersionsfarbe muss von der Wand runter. Es kommt auf den Zustand an.

Wand ist fest, Farbe haftet gut, keine Risse: Du kannst mit Tiefengrund arbeiten. Der Tiefengrund legt sich über die Dispersionsfarbe und schafft eine neue, saugfähige Oberfläche. Das ist der einfachste Weg.

Wand hat vereinzelte lose Stellen: Zuerst löst du die losen Stellen. Mit einem Spachtel kratzt du alles weg, was nicht festsitzt. Dann schleifst du die Kanten ab, füllst Löcher und trägst anschließend Tiefengrund auf.

Wand ist stark angegriffen, Farbe schält sich flächig: Dann geht es nicht ohne vollständige Vorbereitung. Du laugst die Wand an, schleifst sie oder entfernst die Farbe mechanisch. Erst wenn die Wand wieder blank ist, kommt der Tiefengrund.

Schritt 3: Untergrund vorbereiten – anlaugen oder anschleifen

Anlaugen funktioniert gut bei älteren Dispersionsfarben. Du verdünnst Soda oder eine spezielle Laugenlösung in warmem Wasser und trägst sie mit einem Schwamm auf. Nach kurzer Einwirkzeit schrubbt du die Fläche mit einer Bürste. Der Kunststofffilm wird aufgeraut. Danach gut abwaschen und vollständig trocknen lassen.

Anschleifen ist die sicherere Methode bei neueren, geschlossenen Oberflächen. Mit einer 80er-Körnung rauhst du die Wand leicht auf. Du willst sie nicht abschleifen – nur die Oberfläche brechen. Danach Staub vollständig entfernen.

  • Sockelleisten und Lichtschalter abkleben: Kalkfarbe ist mineralisch und hinterlässt weiße Schlieren auf glatten Oberflächen.
  • Trocknung ernst nehmen: Eine angefeuchtete Wand darf nicht sofort überstrichen werden. Mindestens 24 Stunden warten.
  • Risse schließen: Feine Haarrisse mit Spachtelmasse füllen und glattschleifen, bevor der Tiefengrund kommt.

Schritt 4: Tiefengrund oder Sperrgrund – wann was?

Tiefengrund ist dein Standardprodukt für diesen Umstieg. Er zieht tief in den Untergrund ein und schafft eine gleichmäßig saugende Oberfläche. Kalkfarbe kann danach gleichmäßig aufgenommen werden. Tiefengrund trägst du dünn auf. Eine Schicht reicht. Dann wartest du, bis er vollständig durchgetrocknet ist – zwei bis vier Stunden, manchmal über Nacht.

Sperrgrund kommt ins Spiel, wenn die Wand Flecken hat. Wasserflecken, Nikotinstreifen, Fettflecken. Ein normaler Tiefengrund versiegelt diese Flecken nicht. Sperrgrund blockiert sie und gibt dir eine neutrale Basis.

  • Wand ist sauber, kein Fleck: Tiefengrund reicht.
  • Wand hat Flecken jeglicher Art: Erst Sperrgrund auf den betroffenen Stellen, dann vollflächig Tiefengrund.
  • Stark saugende Wand nach dem Entfernen der Dispersion: Doppelte Lage Tiefengrund.

Schritt 5: Kalkfarbe auftragen – erste Lage dünn, zweite Lage volldeckend

AlpenKalk Kalkfarbe ist bereits mit dem ersten Anstrich deckend. Rühre die Kalkfarbe gut durch, bevor du beginnst. Zwei Minuten Rühren reichen. Du willst eine gleichmäßige, cremige Konsistenz.

Erste Lage: dünn und gleichmäßig. Trage die Farbe mit einer Kurzhaarrolle in dünnen Bahnen auf. Kalkfarbe braucht keine dicke Schicht. Eine zu dicke erste Lage reißt beim Trocknen. Dann trocknen lassen – mindestens vier Stunden, besser über Nacht.

Zweite Lage: volldeckend. Die zweite Lage trägt die Deckkraft. Überstreiche die erste Lage kreuzweise – erst senkrecht, dann waagerecht. So vermeidest du sichtbare Nahtlinien. Zwei Lagen reichen für die meisten Wände.

Häufige Fehler beim Umstieg

  • Kein Tiefengrund: Die Kalkfarbe saugt ungleichmäßig ein, das Ergebnis wird fleckig.
  • Untergrund nicht getrocknet: Feuchtigkeit unter der Farbe führt zu Blasen und Abplatzungen.
  • Erste Lage zu dick: Die Farbe reißt beim Trocknen, besonders in Ecken und an Kanten.
  • Lose Stellen nicht entfernt: Die neue Farbe hängt mit der alten ab und blättert großflächig ab.
  • Sperrgrund vergessen: Alte Flecken schimmern nach Wochen wieder durch.
  • Kalkfarbe nicht gut gerührt: Farbunterschiede und ungleichmäßige Deckkraft.

Was du brauchst: Unsere Empfehlungen für den Umstieg

AlpenKalk Haft- u. Tiefengrund
Zieht tief ein, schafft eine gleichmäßig saugende Oberfläche. Geeignet für alle mineralischen und beschichteten Untergründe. Erhältlich in 2,5 L, 5 L und 10 L.

Sperr- und Isoliergrund von AlpenKalk®
Für Wände mit Flecken, Wasserrändern oder Nikotinspuren. Blockiert zuverlässig und gibt der Kalkfarbe eine neutrale Basis. Trocknet schnell – meist schon nach zwei Stunden übermalbar.

AlpenKalk® Kalkfarbe INNEN
Atmungsaktiv, schadstofffrei, direkt vom Hersteller. Fertig gemischt, kein Anrühren notwendig. Schon nach der zweiten Lage zeigt sich das Ergebnis: ein gleichmäßiges, mattes Weiß mit lebendiger Oberfläche.

Jetzt umsteigen – und es beim ersten Mal richtig machen

Der Umstieg von Dispersionsfarbe auf Kalkfarbe lohnt sich. Nicht nur für das Raumklima. Nicht nur für die Gesundheit. Auch für das Ergebnis. Kalkwände sehen anders aus – lebendiger, wärmer, echter.

Und mit der richtigen Vorbereitung klappt es beim ersten Mal. Du weißt jetzt, wie.

Zu den AlpenKalk® Produkten für den Umstieg → alpenkalk.de

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